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Südkurier, 28.Mai 2014
25 Mai 2014

Hochkarätiges Chor- und Orgelkonzert zu Ehren der Gottesmutter

Der Organist Dieter Hubov und der Münster- und Kammerchor begeistern das Publikum im Überlinger Münster mit Vertonungen der jahrhundertealten marianischen Texte.
Hochkarätiges Chor- und Orgelkonzert zu Ehren der Gottesmutter Bild: Conrads

Balsam für die Ohren ist das wunderschöne geistliche Chor- und Orgelkonzert im Überlinger Münster gewesen. Ob es dem schönen Wetter oder den Wahlen geschuldet war, dass das Konzert nur mäßig besucht war? Man weiß es nicht. Für die erschienenen Zuhörer hat sich der Konzertbesuch sehr gelohnt. Unter dem Titel „Ave Maria“ boten der Münster- und Kammerchor Überlingen unter der Leitung von Münsterkantorin Melanie Jäger-Waldau sowie der Organist Dieter Hubov aus Arbon Vertonungen der jahrhundertealten, marianischen Texte „Ave Maria“, „Ave verum“ und „Ave maris stella“, die allesamt die Verehrung der Gottesmutter Maria zum Ausdruck bringen.

ChorDas gebotene Programm war hochkarätig und ist in dieser Form wohl extrem selten zu hören. Jäger-Waldau stellte die von verschiedenen Komponisten verschiedener musikhistorischer Epochen komponierten Vertonungen gegenüber und hatte aus dem überreichen Fundus marianischer Vertonungen traumhaft schöne Chorsätze herausgesucht. Hubov ergänzte dies mit Orgelwerken gleicher Thematik. Das ein so gestaltetes Konzert überaus emotional ist, liegt auf der Hand. Jahrhunderte alt und immer noch aktuell ist die tiefe Marienverehrung, nicht ausschließlich, aber besonders innerhalb der katholischen und byzantinisch-orthodoxen Kirchengemeinschaften. Und selbst in lutherischen Kirchen, in denen die Marienverehrung in der Praxis kaum eine Rolle spielt, gilt Maria als Vorbild des Glaubens.
„Marias unerschütterliche Glaube an Gott, ihr Vertrauen hat die Menschen schon immer fasziniert und begeistert“, ist im gut gestalteten Programmheft zum Konzert zu lesen und genau das spiegelt sich trefflich in den Vertonungen wieder. Ob schlichte Gregorianik, Chorsätze der Renaissance, des Frühbarock, der Romantik bis zur zeitgenössischen Musik, sie alle transportieren die Verehrung Marias auf zutiefst ergreifende Weise.

Aus musikalischer Sicht ist dabei die Gregorianik, die auch nach vielen Jahrhunderten absolut nichts an ihrer Strahlkraft eingebüßt hat, der Ausgangspunkt. Somit ist es kaum verwunderlich, wenn die Gregorianik auch in Chorsätzen und Orgelwerken entweder, wie bei Hans Leo Hasslers „Ave Maria stella“, integriert oder zitiert wird, oder zumindest hin und wieder durchblitzt. Ob einstimmige Gregorianik, vierstimmiger Satz, Doppelchörigkeit, ob Vokal- oder Orgelmusik, solche Werke berühren zutiefst. Und sowohl dem Münster- und Kammerchor als auch Dieter Hubov an der Orgel gelang es, diese Emotionalität überzeugend herüber zu bringen. Hubov spielte die Orgelwerke transparent mit abwechslungsreichen, klangfarbigen Registrierungen. Der Münster- und Kammerchor überzeugte mit bester Textverständlichkeit, sehr schöner Dynamik und auch hinsichtlich Intonation war der Chor sehr souverän. Langer Applaus.

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